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Löwenburg Kassel
Instandsetzung der Natursteinfassaden . Rekonstruktion des Bergfrieds

Loewenburg Deckblatt

Noerdlicher Ruinenturm

Stark verfallene Turmspitze Burgkapelle

Anlegen Reinigungsproben Natursteinmauerwerk

Bemusterung Fugenmoertels

Saniertes Tuffsteinmauerwerk

Download-PDF mit allen Informationen:

Löwenburg Kassel


Romantisch historisierende künstliche Ruine

Architekt Heinrich Christoph Jussow
Baujahr 1793-1800 . Baudenkmal

Leistungsbild
Sanierungskonzept und Realisierung . Archivrecherche und Kartierung . Planung und Objektüberwachung

Auftraggeber
Hessisches Baumanagement
Regionalniederlassung Nord
Goethestraße 46 . 34119 Kassel

Pitz & Hoh
Architektur und Denkmalpflege GmbH
Rheinstraße 45 . 12161 Berlin

Kontakt
Herr Nagel 0561-7203155
Herr Pitz 030-85247000

Konstruktion
Mauerwerksbau mit Natursteinverkleidung

Gesamtkosten
ca. 4,6 Mio

BGF
ca. 3.500 m²

Leistungsphasen
LPh 2 – 8 HOAI

Projektleiter/ stellvertretender Projektleiter:
Dr. Hendrik Heidelmann, Sven Klingebiel

Durchführung der Maßnahmen
2007 – 2013

Die Löwenburg im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe ist zwischen 1793 und 1800 als Nachahmung einer mittelalterlichen Ritterburg errichtet worden. Die künstliche Ruine mit romantisch historisierendem Duktus wurde nach Entwürfen von Heinrich Christoph Jussow gestaltet. Es handelt sich um eine aus vielen Einzelgebäuden bestehende komplette Burganlage, die sich um einen Innenhof gruppiert. Die Innenräume beherbergten zunächst fürstliche Wohn- und Aufenthaltsräume in barockem Zuschnitt. Heute können diese Räume im Rahmen von Führungen neben einer Rüstkammer und der Burgkapelle besichtigt werden. Im zweiten Weltkrieg wurde die Löwenburg schwer beschädigt, der gestaltgebende Bergfried nahezu vollständig zerstört.

Die Fassaden der Löwenburg bestehen aus Tuffstein, der im Habichtswald im unmittelbaren Umfeld der Burganlage gewonnen wurde. Dieses Material war einfach zu bearbeiten, ist jedoch nur von geringer Verwitterungsbeständigkeit. Aus diesem Grunde sind teilweise starke Verfallserscheinungen am Naturstein zu verzeichnen. Die umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten haben das Ziel, bei maximalem Erhalt originaler Substanz die Fassaden instand zu setzen und ihre ursprüngliche Gestalt wieder herzustellen. Dafür werden sowohl traditionell-handwerkliche als auch restauratorischkonservatorische Arbeitstechniken angewendet. Der im Krieg verloren gegangene Bergfried wird in seiner historischen Form rekonstruiert.