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Pfarrkirche St. Peter und Paul . Görlitz
Instandsetzung der Türme und der Westfassade

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Peterskirche Görlitz


Bei der Peterskirche . 02826 Görlitz
Spätgotische Hallenkirche mit neogotischen Turmgeschossen und Turmhelmen
Baujahr 1425 – 97/ Türme 1889 – 91
Baudenkmal

Leistungsbild
Sanierungskonzept und Realisierung
Planung und Bauüberwachung

Auftraggeber
Evangelische Innenstadtgemeinde Görlitz
Pfarramt
Jakobstraße 24 . 02826 Görlitz

Kontakt
Superintendent Herr von Campenhausen
03581-311311

Konstruktion
Fassade Mauerwerksbau . Türme Kunststein

Gesamtkosten
ca. 1,5 Mio EUR

BGF
ca. 1.800 m²

Leistungsphasen
LPh 2 – 8 HOAI und Projektsteuerung

Projektleiter/ stellvertretender Projektleiter
Dr. Hendrik Heidelmann, Sven Klingebiel

Durchführung der Maßnahmen
2003 – 2005

Die mächtige spätgotische Hallenkirche St. Peter und Paul, die in beherrschender Lage auf dem ehemaligen Burgberg über der Neiße liegt und in ihrem Westteil den Westbau der spätromanischen Vorgängerbasilika enthält, gehört zu den bedeutendsten Kirchen im Osten Deutschlands. 1497 war der Bau mit zwei nur reduziert ausgeführten achteckigen Haupttürmen fertig gestellt worden. Beim Stadtbrand 1691 wurde der Dachstuhl, die obersten Freigeschosse und die Turmhelme zerstört und die gesamte Einrichtung vernichtet. Die heutigen obersten Turmgeschosse und die Turmhelme wurden im neogotischen Stil erst 1898 bis 1891 ausgeführt – nicht in Sandstein, sondern aus Stampfbeton-Werkstein.

Eine Sanierung dieser Turmgeschosse und Turmhelme war dringend erforderlich, da dramatische Verfallserscheinungen an den Betonteilen aufgetreten waren und ein hohes Absturzrisiko bestand. Neu organisiert wurde die Ableitung des Niederschlagswassers durch Stilllegung der Wasserspeier, die Verlegung von Edelstahlfallrohren nach innen zur Innenentwässerung und die Abdeckung von Fassadenvorsprüngen durch Walzblei. Die Betonsanierung verlangte umfangreiche Maßnahmen mit Rissversorgung, Ergänzung von Fehlstellen, Anstrich und Bautenschutz, desgleichen die statisch-konstruktive Sicherung durch Einbau von Nadelankern und die Auswechselung von Eisenteilen. Hinzu kam die Restaurierung des Portals und verschiedener Skulpturen.