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Schloss Colditz
Instandsetzung der Dächer und Fassaden an verschiedenen Gebäuden
Umbau des Marstalls zur Sächsischen Landesmusikakademie

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Schloss Colditz


Schlossgasse 1 . 04680 Colditz
Vorwiegend durch die Renaissance geprägte Schlossanlage
Bauzeit 16. Jh.
Baudenkmal

Leistungsbild
Sanierungskonzept und Realisierung
Planung und Objektüberwachung

Auftraggeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Niederlassung Leipzig I
Schongauerstraße 7 . 04328 Leipzig

Kontakt
Frau Paust
0341-2555121

Konstruktion
Mauerwerksbau mit Natursteinelementen

Gesamtkosten
ca. 7,9 Mio

BGF
ca. 13.900 m²

Leistungsphasen
LPh 2 – 8 HOAI

Projektleiter/ stellvertretender Projektleiter
Sven Klingebiel, Susann Barsch

Durchführung der Maßnahmen
2002 – 2012

Die heutige Schlossanlage in Colditz ist überwiegend im 16. Jahrhundert in den Formen der Spätgotik und Renaissance errichtet worden. Besondere Bedeutung erlangte das Schloss zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als Kurfürstin Sophie ihre Residenz nach Colditz verlegte. Die prächtig hergerichteten Gebäude dienten lange Zeit für Aufenthalte zu Jagden der Kurfürsten und des sächsischen Hofes. Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts hat Schloss Colditz eine wechselvolle Geschichte erfahren und ist u. a. als Armenhaus, Versorgungsanstalt für Geisteskranke und als Kriegsgefangenenlager genutzt worden. Heute beherbergt das Schloss neben Ausstellungen eine Europa-Jugendherberge und die Sächsische Landesmusikakademie.

In einem ersten Bauabschnitt sind von 2002 bis 2003 die Fassaden des hinteren Schlosshofes saniert worden (Fürsten-, Kirchen-, Keller-, Küchen- und Saalhaus). Ergänzend wurden statisch-konstruktive Maßnahmen zur Sicherung von Decken, Wänden und Dachstühlen durchgeführt. 2005 wurde das Saalhaus inkl. Innenausbau komplett saniert und am Kanzleihaus die Fassaden. Im Zeitraum von 2006 bis
2010 wurden die Fassaden der Europa-Jugendherberge saniert und der ruinöse Marstall zur Sächsischen Landesmusikakademie umgebaut. Insbesondere der Einbau eines Kammermusiksaales und die Schaffung mehrerer Probenräume stellte höchste Ansprüche an die planerische Vorbereitung und die bauliche Umsetzung dieses Bauvorhabens.