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Schloss Hartenfels . Torgau
Restaurierung des „Schönen Erkers“

Erker Torgau

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Erker

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Schöner Erker Torgau


Wintergrüne 5 . 04860 Torgau
Erker im Innenhof des Schlosses Hartenfels
Teil der ehemaligen kurfürstlichen Gemächer
Bildhauer Stephan Hermsdorf
Baujahr 1544
Baudenkmal

Barocker Gebäudekomplex mit Gartenanlagen
Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann
Baujahr 1716 – 1728
Baudenkmal

Leistungsbild
Sanierungskonzept und Realisierung
Planung und Bauüberwachung

Auftraggeber
Landratsamt Nordsachsen
Schlossstraße 27 . 04860 Torgau

Kontakt
Herr Thieme 03421-7587141

Konstruktion
Architekturteile und Bildwerke aus Sandstein

Gesamtkosten
ca. 0,5 Mio EUR

Leistungsphasen
LPh 2 – 8 HOAI

Projektleiter/ stellvertretender Projektleiter
Dr. Hendrik Heidelmann, Susann Barsch

Durchführung der Maßnahmen
2009 – 2011

Der 1544 errichtete „Schöne Erker“ im Schloss Hartenfels in Torgau zählt zu den Inkunabeln der deutschen Frührenaissance. Unmittelbar neben der von Martin Luther geweihten, ersten evangelischen Schlosskapelle gehörte der Sandsteinerker einst zu den kurfürstlichen Gemächern des Schlosses. Die Außenwände des Bauwerks sind bildkünstlerisch gestaltet, die berühmten Reliefs werden dem Leipziger Bildhauer Stephan Hermsdorf zugeschrieben.

Neben den weit fortgeschrittenen Verwitterungserscheinungen an den Sandsteinoberflächen war besonders die Korrosion der im Wandinneren angeordneten Eisenanker so gravierend, dass es zu zahlreichen Abplatzungen an Profilen und Reliefs gekommen war und eine grundhafte Sanierung nur nach vollständigem Abbau des gesamten Erkers erfolgen konnte. So ist der Erker unter einem Schutzgerüst sachgerecht in Einzelteile zerlegt und demontiert worden. Der überwiegende Teil der Originalbildwerke konnte durch aufwendige Restaurierungsmaßnahmen erhalten werden, wenige Reliefs wurden in Kunststein abgeformt und einige Profile neu in Sandstein gefertigt. Schließlich wurde der Erker aus den Einzelteilen wieder aufgebaut und wieder mit einer Farbfassung versehen. Neue Fenster und eine Sockelleistenheizung auf der Wandinnenseite dienen der Verbesserung der bauklimatischen Situation. 2011 konnte der Schöne Erker im Beisein der Fördergeber des World Monument Fund und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung wieder der Öffentlichkeit übergeben werden.