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Dresdner Zwinger . Nymphenbad und Mathematisch-Physikalischer Salon
Restaurierung der Natursteinfassaden und Skulpturen

Zwinger Deckblatt

Nymphenbad nach Restaurierung

Traufgesims mit Dachanschluss Pavillon F vor Sanierung

Entsalzungskompressen Kapitell

Belastungsprobe an einer Treppenbalustrade

Fugenmoertelproben Nymphenbad

Download-PDF mit allen Informationen:

Zwinger Dresden


Theaterplatz 1 . 01067 Dresden

Barocker Gebäudekomplex mit Gartenanlagen
Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann
Baujahr 1716 – 1728
Baudenkmal

Leistungsbild
Restaurierungskonzept und Realisierung
Planung und Objektüberwachung

Auftraggeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Niederlassung Dresden I
Königsbrücker Straße 80 . 01099 Dresden

Kontakt
Herr Schöppner
0351-8093817

Konstruktion
Mauerwerksbau mit Sandstein verkleidet
Skulpturen aus Sandstein

Gesamtkosten
ca. 1,6 Mio

BGF
ca. 2.300 m²

Leistungsphasen
LPh 2 – 8 HOAI

Projektleiter/ stellvertretender Projektleiter
Sven Klingebiel, Dr. Hendrik Heidelmann

Durchführung der Maßnahmen
2005 – 2012

Der Dresdner Zwinger ist am Anfang des 18. Jahrhunderts unter Kurfürst Friedrich August I. errichtet worden. Der Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann gestaltete die Gebäude im Stile barocker Vorbilder in Frankreich und Italien zunächst als Festareal für Hochzeitsfeierlichkeiten (1719) und später als Orangerie (1728). Besondere Bedeutung kommt den unter Leitung des Bildhauers Balthasar Permoser geschaffenen Skulpturen und dem bildkünstlerisch gestalteten Zierrat der Fassaden zu. Im zweiten Weltkrieg wurde der Dresdner Zwinger schwer beschädigt und viele originale Bildwerke gingen verloren. In einer beispiellosen Aufbauleistung wurden die Gebäude des Dresdner Zwingers bereits in den 1950er Jahren wieder hergestellt und beherbergen heute verschiedene Sammlungen, die zum Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören.

In den letzten Jahren sind im Zuge der Neugestaltung verschiedener Ausstellungen auch die Fassaden und Bildwerke der jeweiligen Einzelgebäude des Dresdner Zwingers restauriert worden. Angesichts der teilweise massiven Schäden an den hochwertigen Architekturteilen und Skulpturen aus Sandstein waren neben traditionell-handwerklichen auch umfangreiche konservatorisch-restauratorische Maßnahmen planerisch vorzubereiten und zu realisieren. In Vorbereitung dieser Aktivitäten ist eine gründliche Bestandsanalyse und Schadenskartierung zu den Fassaden angefertigt worden. Der erforderliche Steinaustausch war in vielen Fällen mit aufwendigen statisch-konstruktiven Maßnahmen verbunden. Insbesondere in den Gesimsbereichen waren temporäre Rückbauten und Abfangkonstruktionen Voraussetzung für die notwendigen Eingriffe in das Gebäude. Die Restaurierung der zahlreichen Bildwerke stellte höchste Ansprüche an die Planung und die bauliche Umsetzung dieser Arbeiten, um das Ziel des maximalen Erhalts originaler Substanz erreichen zu können.