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Schloss Colditz
Umbau des Marstalls zur Sächsischen Landesmusikakademie

Schlossgasse 1 . 04680 Colditz
Baudenkmal, Bauzeit 16. Jh.
Denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung unter hohen Anforderungen an den baulichen Schallschutz, Raumakustik, Energetische Sanierung

Leistungsbild
Sanierungskonzept, Planung und Objektüberwachung

Auftraggeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Niederlassung Leipzig I
Schongauerstraße 7 . 04328 Leipzig

Kontakt
Frau Paust
0341-2555121

Konstruktion
Mauerwerksbau mit Natursteinelementen

Gesamtkosten
ca. 2,8 Mio EUR

BGF
ca. 1.200 m²

Leistungsphasen
LPh 2 – 8 HOAI

Projektleiter/ stellvertretender Projektleiter
Sven Klingebiel, Susann Barsch

Durchführung der Maßnahmen
2006 – 2010

Der Umbau des ruinösen Marstalls zur Sächsischen Landesmusikakademie, insbesondere der Einbau eines Kammermusiksaales und die Schaffung mehrerer Probenräume stellten höchste Ansprüche an die planerische Vorbereitung und die bauliche Umsetzung dieses Bauvorhabens.
Brandschutztechnische Ertüchtigung der Bestandskonstruktionen (Decken, Wände) und Herstellung der Flucht- und Rettungswege durch Einbau von zwei Treppenhäusern und einer Galerie im geschossübergreifenden und Gebäude teilenden Kammermusiksaal.
Raumklimatische Ertüchtigung durch Vollklimatisierung aller Probenräume und des Kammermusiksaales unter gesonderter Berücksichtigung der erhöhten Anforderungen an die Raumakustik (Geräuschpegel, Luftbewegung).

Energetische Sanierung – Maßnahmen:
Denkmalgerechte energetische Ertüchtigung des Gebäudes durch Bauteiloptimierung:

  • Dämmung Fußboden EG und Dämmung Decke zum Dach
  • Einbau gedämmter Probenräume als „Haus im Haus“ im historischen Kaltdachbereich
  • Neue Fenster und Leibungsdämmung mit Kalziumsilikat
  • Bauteiloptimierung durch bauphysikalische Berechnungen zur Optimierung der Wärmedämmung unter Berücksichtigung des Tauwasser- und Schimmelschutzes
  • Energetisch und bauphysikalisch optimiertes Heizungs- und Lüftungskonzept als Kombination einer bauteilaktivierenden Fußbodenheizung mit einer geregelten Zuluft-Temperierung sowie einer Regelung der Luftfeuchtigkeit mit dem Ergebnis eines stabilen, trägen, regelarmen und damit wirtschaftlichen Systems nach Einstellung von Ausgleichsfeuchte und Temperaturgleichgewicht in den massiven historischen Außenwänden.